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[ 09.03.2010 ]

Ein modernes Unternehmen lebt soziale Verantwortung

Zahlreiche Mitglieder der IV-Salzburg haben sich beim Industriebrunch von der qualitäts- und kundenorientierten Arbeit der Firma GWS als Partner in der Industriemontage überzeugt.

Soziale Verantwortung und ein moderner, marktgerechter Unternehmensauftritt sind bei GWS kein

Widerspruch.

 

Die Firma GWS ist mit ihren rund 470 Mitarbeitern eines der größten Unternehmen in Salzburg. 83% der Mitarbeiter sind Menschen mit Beeinträchtigungen. Soziale Kompetenz und soziale Integration sind bei GWS

gelebter Alltag. Von der qualitativ sehr hochwertigen Arbeit der Mitarbeiter, vor allem im Bereich der Industriemontage, überzeugten sich am Dienstag, den 9. März 2010 zahlreiche Mitglieder der Industriellenvereinigung bei einem Betriebsrundgang. Viele zeigten sich überrascht, wie modern und

hochprofessionell die Aufgaben in den einzelnen Arbeitsbereichen erfüllt werden.

 

GWS hat sich in vorbildlicher Weise schon sehr früh auf die Herausforderungen der Globalisierung eingestellt. Das betonte Mag. Irene Schulte, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung, beim Industriebrunch. So hatte die Firma GWS vor ihrer Umstrukturierung drei Viertel ihrer Aufträge in der

Industriemontage vom Gurtehersteller TRW bekommen. Die GWSGeschäftsführung erkannte aber schon deutlich vor der Schließung von TRW im Sommer 2008, dass diese Abhängigkeit dem eigenen Betrieb schwer schaden könnte. „Es wurde rechtzeitig mit der Diversifikation des Angebotes begonnen und neue Kompetenzfelder aufgebaut, ansonsten wäre die GWS gemeinsam mit TRW untergegangen. Diese vorausschauende und nachhaltige Unternehmensplanung ist vorbildlich", so Irene Schulte.

 

Landesrat Sepp Eisl nahm in seiner Funktion als Salzburger Präsident der Gesellschaft „Rettet das Kind", die Dritteleigentümer der GWS ist, am Industriebrunch teil. Er betonte, dass es die Pflicht der Gesellschaft und

ebenso der Wirtschaft sei, Menschen mit Behinderungen eine adäquate Anerkennung und Wertschätzung zukommen zu lassen. „Am stärksten ist die Anerkennung, wenn ein Mensch weiß, dass die erbrachte Leistung Wert hat. Einrichtungen wie die Firma GWS leisten einen unschätzbaren Beitrag dazu", so Eisl. Er bedankte sich auch insbesondere bei den Salzburger Industriebetrieben für das große Interesse und die Unterstützung des integrativen Unternehmens GWS.

 

Einige Fakten zur GWS Produktion Handel Service GmbH:

  • ca. 470 Mitarbeiter, davon ca. 83% Menschen mit Beeinträchtigungen 
  • Umsatz 2008: 17,1 Mio. Euro 
  • ca. 250.000 Artikelvariationen 
  • ca. 3.000 Kunden im In- und Ausland 
  • Exportquote ca. 30% in Europa und Übersee 
  • Zertifiziertes Managementsystem nach ÖNORM EN ISO 9001 
  • Vier strategische Geschäftseinheiten: Montagen, Kreativ, Print, DAQ Sozial

Industrie bekräftigt Bekenntnis zu sozialer Verantwortung

 

Irene Schulte unterstrich vor den IV-Mitgliedern und Medienvertretern auch das Bekenntnis der Industrie zu sozialer Verantwortung. „Soziale Belange auf freiwilliger Basis in die Unternehmenstätigkeit und die Wechselbeziehungen mit den Interessensgruppen zu integrieren, ist ein Gewinn für Unternehmen.

Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln sind kein Widerspruch, sondern ein Wettbewerbsvorteil", sagte Schulte. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise legt die Industrie großen Wert auf soziale Verantwortung. Das hat sie in Salzburg auch mit der Kurzarbeitsregelung bewiesen.

 

Budgetsanierung muss ausgabenseitig erfolgen - Hacklerregelung abschaffen

 

IV-Geschäftsführerin Irene Schulte hat auch die tagesaktuelle Diskussion zur Budgetkonsolidierung angesprochen und die Forderung der IV erneuert, dass eine Budgetsanierung ausgabenseitig erfolgen muss. Zu den notwendigen Einsparungen im Pensionssystem kommen von Seiten der Personalvertreter

des Landes Salzburg derzeit aber die falschen Signale. Sie forderten eine Einführung der Hacklerregelung für die Landesbediensteten und das in Zeiten einer unbedingt notwendigen Budgetsanierung. Die IV unterstützt die Position von Personallandesrat Sepp Eisl zu diesem Thema. Die Hacklerregelung

muss auslaufen. Außerdem muss das faktische an das gesetzliche Pensionsantrittsalter heran geführt werden und die Pensionssysteme von Bund, Ländern und Gemeinden müssen harmonisiert werden. Auch Salzburg darf dabei keine Ausnahme bilden.



Dr. Andreas Hofer Geschäftsführer GWS, Mag. Irene Schulte GF IV-Salzburg, Sepp Eisl, Landesrat
Dr. Andreas Hofer Geschäftsführer GWS, Mag. Irene Schulte GF IV-Salzburg, Sepp Eisl, Landesrat




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