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[ 24.06.2010 ]

380-kV-Expertengruppe präsentiert Trassenkorridor

Ein Schritt in die richtige Richtung beim Infrastrukturprojekt 380-kV-Leitung ist die Empfehlung der Expertengruppe für einen Trassenkorridor zur Salzburgleitung II.

Trassenvorschlag bringt viele Vorteile 

Die gemeinsam von Land Salzburg, Verbund, Salzburg AG und ÖBB eingesetzte Expertengruppe hat sich in einem intensiven Prozess auf eine Empfehlung für einen Trassenkorridor zur Führung der 380-kV-Leitung durch Salzburg geeinigt. Dem Trassenvorschlag gingen elf Sitzungen, mehrere Fachexkursionen und hunderte Einzelgespräche voraus. Der Bericht der Expertenkommission ist ein großer Schritt zur sachlichen Weiterführung des für Salzburg enorm wichtigen Infrastrukturprojektes.

Deutlich hervorgehoben wurden im Expertenbericht die Vorteile, die der Bau der 380-kV-Leitung für die Salzburgerinnen und Salzburger bringt. So würden nach dem Trassenvorschlag rund 250 Kilometer weniger Stromleitungen durch den Abbau von bestehenden Leitungen durch Salzburg führen. Durch den massiven Leitungsabbau würde sich die Zahl der betroffenen Bürger gemessen an den Wohnobjekten um 4.300 verringern. Durch den neuen Trassenverlauf würden zudem mehr als vier Millionen Quadratmeter Bauland von Leitungen entlastet. Unmittelbar nach der Präsentation des Expertenberichtes begann auch der Dialogprozess zwischen Verbund und der betroffenen Bevölkerung um den Trassenvorschlag weiter zu optimieren.

380-kV-Leitung ist zentrales Infrastrukturprojekt

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller betonte bei der Präsentation des Experteberichtes die Wichtigkeit der Errichtung der 380-kV-Leitung. "Mit dem Bau der Leitung wird ein massives Investitionepaket in der Höhe von rund einer Milliarde Euro ausgelöst", so Burgstaller. Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer sagte, das der Bau der Leitung ein zentrales energie- und wirtschaftspolitisches Projekt sei, dass von der Landesregierung ganz klar unterstützt werde. 

Diskussion zur Trassenfindung wird sachlicher

Nachdem in den letzten Monaten häufig unsachliche Argumente zum Trassenfindungsprozess laut wurden, ist die Diskussion nun wieder auf eine sachliche Ebene gebracht worden. IV-Präsident Mag. Rudolf Zrost begrüßte das Bekenntnis der Salzburger Landesregierung zur 380-kV-Leitung. "Die Expertengruppe ist ein wichtiges Instrument für den Prozess der Trassenfindung. Sie ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass die Diskussion über die Freileitungstrasse sachlich und ergebnisorientiert geführt wird und nicht von emotionalen Zwischenrufen und Einzelinteressen geprägt wird", sagte Zrost. "Dieses Energieprojekt ist enorm wichtig für Salzburg, Österreich und Europa und muss rasch umgesetzt werden. Ein Schritt in die richtige Richtung wurde getan und nun gilt es die Detailplanung für das Projekt auf den Weg zu bringen", fügte Zrost hinzu.



380-kV-Ring: Salzburg ist der Gewinner dieses Energieprojektes
380-kV-Ring: Salzburg ist der Gewinner dieses Energieprojektes




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