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08.04.2011

Salzburger Aluminium AG schafft Turnaround

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 2,6 Mio. Euro, nach einem Minus von 17 Mio. Euro 2009. Der Umsatz stieg von 170 Mio. Euro auf 195 Mio. Euro.

Bei der Salzburger Aluminium AG hatte die Wirtschaftskrise voll eingeschlagen. 2009 verlor die SAG 70 Prozent an Umsatz und rutschte operativ tief ins Minus. Mit Hilfe eines Sanierungspaketes, Produktdiversifikation und der anspringenden Konjunktur schaffte die SAG nun den Tournaround. 

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) belief sich auf 2,6 Mio. Euro, nach einem Minus von 17 Mio. Euro 2009. Der Umsatz stieg von 170 Mio. Euro auf 195 Mio. Euro, heuer sind 240 Mio. Euro angepeilt. Vom Vorkrisenniveau ist man damit freilich immer noch weit entfernt: 2008 hatte der Umsatz bei 338 Mio. Euro gelegen. "Wir nehmen jetzt auch wieder Mitarbeiter auf", sagte SAF-Finanzvorstand Karin Exner-Wöhrer. Im Zuge der Krise hatte der Personalstand um rund 350 auf 700 Mitarbeiter reduziert werden müssen, Ende 2010 hielt man wieder bei etwa 1.100.

Kreativ aus der Krise

Während des Abschwungs hat die SAG aus der Not eine Tugend gemacht: "Die Krise ließ uns kreativ werden, weil wir Kapazitäten frei hatten", erzählte Exner-Wöhrer. Also habe man das Hauptprodukt, einen Alumuniumtank für Lkw, in einen Wassertank für Passivhäuser umfunktioniert. Konkret bietet die SAG ein komplettes Energiespeichersystem für Privathaushalte an, quasi eine Art Kleinkraftwerk. Der Speicher kann an bis zu drei externe Energiequellen angeschlossen werden, an Solarkollektoren, Pelletsheizungen oder Wärmepumpen. Überhaupt will sich das Salzburger Unternehmen breiter aufstellen. Neben neuen Produkten möchte die SAG auch neue Märkte erschließen, ganz oben auf der Expansionsagenda stehen Brasilien und Indien.


Kaffekapsel-Recycling

Künftig wird die SAG alte Kaffeekapseln von Nespresso weiterverarbeiten. Nespresso hat mit der der ARA (Altstoff Recycling Austria) ein Sammel- und Wiederverwertungssystem entwickelt: Von mehr als 700 Sammelstellen in ganz Österreich werden die Alukapseln in ein Spezialwerk im burgenländischen Müllendorf gekarrt, wo die Kaffeerückstände vom Alu getrennt werden. Die SAG kauft dann die Metallreste - eine entsprechende Vereinbarung mit der ARA ist bereits unterzeichnet - und verarbeitet sie zu neuen Aluminiumlegierungen weiter.


Fotos
SAG- Finanzvorstand Dr. Karin Exner-Wöhrer
SAG- Finanzvorstand Dr. Karin Exner-Wöhrer