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18.04.2011

Sechs Jahre industriepolitisches Übereinkommen

Zahlreiche Maßnahmen zu Infrastruktur, Bildung, Energie und Kooperationen wurden im Rahmen des Standortabkommens mit dem Land Salzburg umgesetzt.

Vor genau sechs Jahren haben die Industriellenvereinigung Salzburg (IV) und das Land Salzburg das „Industriepolitische Übereinkommen" aus der Taufe gehoben. Damit wurde eine neue Basis der sachorientierten Zusammenarbeit für den Standort Salzburg geschaffen. Ziel war und ist es, die bestehenden Betriebe zu stärken, neue Betriebe anzusiedeln und die Infrastruktur zu verbessern. Dazu haben sich die beiden Partner anfangs 50 konkrete und quantifizierbare Maßnahmen vorgenommen, welche mittlerweile auf 74 angewachsen sind. 45 Prozent der Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Energie und Kooperationen sind bereits umgesetzt, weitere 32 Prozent konnten schon teilweise umgesetzt werden.
„Die IV und das Land Salzburg haben damit bewiesen, dass man zielorientiert wichtige und zukunftsweisende Entscheidungen treffen kann, die den Wirtschaftsstandort Salzburg aufwerten, damit die Industrie auch künftig ihre Rolle als Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor erfüllen kann", zieht IV-Salzburg-Präsident Mag. Rudolf Zrost das Resümee zum 6. Jahrestag.

Bildung und Qualifizierung gestärkt
Land und IV-Salzburg haben im Rahmen des industriepolitischen Übereinkommens zukunftsträchtige Schritte bei Bildung und Qualifizierung gesetzt. So erhielt der Pongau eine eigene HTL. Zahlreiche Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte wurden bei den Projekten „Lust auf Technik", „Generation Innovation" und „SPICI" für Naturwissenschaften und Technik begeistert. Die Technikorientierung an der Universität Salzburg wurde mit dem Bachelorstudium Ingenieurwissenschaften deutlich aufgewertet und soll in Zukunft noch größere Bedeutung erhalten. Zur Internationalisierung des Standortes trug der Start der internationalen Volksschule in Salzburg bei. Mit dem TAZ Mitterberghütten wurde die überbetriebliche Lehrlingsausbildung gesichert. „Die zahlreichen Erfolge im Bereich Bildung und Qualifizierung zeigen, dass es der Industrie und dem Land Salzburg ein großes Anliegen ist, jedem eine zukunftsfähige Aus- und Weiterbildung und damit beste Karrierechancen zu ermöglichen", lobt IV-Salzburg-Geschäftsführerin Mag. Irene Schulte. Für die IV steht im Vordergrund, dass die produzierenden Unternehmen die Fach- und Führungskräfte von morgen in Salzburg finden können.

Infrastruktur verbessert
Infrastruktur ist der Blutkreislauf des Industriestandortes. Hier konnten Industrie und Land einiges erreichen. So erfolgte der Umbau des Hauptbahnhofes Salzburg, der Bau der zweiten Tunnelröhren durch den Katschberg und Tauern, die Anschlussbahnförderung zur Verbesserung des Gütertransports auf der Schiene oder der Beginn des dreigleisigen Ausbaus der Bahnverbindung zwischen der Stadt Salzburg und Freilassing. Mit der Errichtung und Planung neuer Wasserkraftwerke wird der dringend notwendige Ausbau der Energieinfrastruktur vorangetrieben.
Aufgrund der tragfähigen Zusammenarbeit im Standortabkommen konnte die IV auch Kritik an der unseligen Kabeldiskussion zur 380-kV-Leitung oder an der Novelle des Landeselektrizitätsgesetzes anbringen. Die IV wurde so als Mahner für die offensive und rasche Umsetzung der Salzburgleitung wahr genommen.
Die IV hat ausserdem die Kooperation mit dem benachbarten Bayern über Jahre hinweg vorangetrieben. Auch diese Bestrebungen tragen mittlerweile Früchte.

Erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgesetzt

An den Maßnahmen des Standortabkommens wird intensiv weitergearbeitet. Neben der Stärkung von Naturwissenschaften und Technik in Bildung und Qualifizierung bleiben Infrastrukturmaßnahmen wie der Ausbau der Westbahnstrecke, die Fertigstellung der 380-kV-Leitung, ein Verkehrskonzept für den Flachgau oder auch die bessere Anbindung des Pinzgaus auf der Agenda. Gemeinsam soll mehr Dynamik im Infrastrukturausbau erreicht werden. Außer Frage steht die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit von IV Salzburg und Land Salzburg für Rudolf Zrost. „Die Industrie muss die Hauptrolle spielen, wenn Europa eine weltweite Wirtschaftsmacht bleiben soll. Der gemeinsame Gestaltungswille von Industrie und Politik ist deshalb für Zukunftsinvestitionen enorm wichtig", so Zrost abschließend.

 


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Drei Viertel der Maßnahmen wurden bereits erledigt oder teilweise umgesetzt
Drei Viertel der Maßnahmen wurden bereits erledigt oder teilweise umgesetzt