Salzburg AG nimmt "Mega-Boiler" in Betrieb
16 Mio. Euro-Projekt bringt mehr Versorgungssicherheit und effizienteren Kraftwerkseinsatz.Am 12. Dezember 2011 wurde der neue „Mega-Boiler" nach nur 13 Monaten Bauzeit in Betrieb genommen. Die Salzburger Fernwärmekunden profitieren von dem 16 Mio. Euro-Projekt durch eine erhöhte Versorgungssicherheit. Der Umwelt erspart der neue Wärmespeicher durch den effizienteren Kraftwerkseinsatz und durch die vermehrte Nutzung von Ab- und Biowärme rund 7.500 Tonnen CO2 pro Jahr.
„Brauchen die Haushalte wenig Wärme, wird das Wasser im Speicher mit Wärme aus den Heizkraftwerken und von den verschiedenen Abwärmeproduzenten miterwärmt. Zu Spitzenzeiten wird die Speicher-Energie zur Versorgung der Kunden ins Fernwärmenetz abgegeben", erklärte Salzburg AG-Vorstand Dr. Arno Gasteiger. Das heißt, die Wärme muss nicht mehr genau dann produziert werden, wenn sie benötigt wird. So können die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in den Heizkraftwerken und die Abwärme der Industriebetriebe noch besser genutzt werden. Künftig sollen ca. 15 bis 20 GWh mehr an industrieller Abwärme eingesetzt werden. Das spart fossile Brennstoffe und rund 7.500 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Speicher garantiert auch, dass bei einem theoretischen Ausfall der größten Erzeugungsanlage im Heizkraftwerk Mitte ca. eineinhalb Tage lang Wärme ins Netz und somit an die Kunden geliefert werden kann.
Technische Daten Wärmespeicher:
Typ: Druckloser Warmwasserspeicher
Bauhöhe: 44 m
Durchmesser: 29 m
Speichervolumen: 30.000 m3 (entspricht 150.000 Badewannenfüllungen)
Wärmeinhalt (voll gefüllt): 1,1 GWh
Max. Be- und Entladeleistung: 60 Megawatt
Umformerleistung: 120 Megawatt
Gesamtbauzeit: Okt. 2010 bis Nov. 2011
Gesamtinvestition: rund 16 Mio. Euro
Mehr Informationen: www.salzburg-ag.at



