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30.01.2012

Konjunktur bis Sommer auf niedrigem Niveau

IV-Konjunkturumfrage zum 4. Quartal 2011.

Konjunktur bleibt noch gedämpft - Kein Abschwung in Sicht - Industrie für Sommer optimistisch - Jetzt Einsparungen umsetzen

„Von einer zweiten Krise ist in Salzburg nach wie vor keine Rede. Nach einem konjunkturell kühlen Winter wird es bis zum Sommerbeginn langsam wieder bergauf gehen", so fasst Mag. Rudolf Zrost, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg, die IV-Konjunkturumfrage zum 4. Quartal 2011 zusammen. Die Salzburger Industrie erwartet ein weiteres Quartal mit schwacher Auftragslage. Optimistisch zeigen sich die heimischen Industrieunternehmen jedoch für den Sommer. „Für die Industrie ist das Glas immer halb voll anstatt halb leer. Mit diesem Optimismus sollte auch die Politik die notwendigen Kürzungen der Staatsausgaben endlich umsetzen", fordert Zrost. „Jammern, klassenkämpferisches Fordern von neuen Steuern und Verhindern von sinnvollen Einsparungen sind der falsche Weg. Wir brauchen jetzt eine ausgabenseitige Budgetsanierung. Alleine im Gesundheitsbereich liegt das Einsparungspotenzial bei über sechs Milliarden Euro", sagt Zrost.

 

Auftragslage bleibt schwierig
Die aktuelle Geschäftslage beurteilen die Industriellen noch etwas schlechter als im Vorquartal. Nur 17 Prozent bezeichnen sie als „gut", 78 Prozent als „durchschnittlich" und 5 Prozent melden mittlerweile eine „schlechte" Geschäftslage, während das im Vorquartal in keinem Unternehmen der Fall war. Die Auftragslage in der Industrie ist nach wie vor schwierig. Im 3. Quartal 2011 war sie in mehr als der Hälfte der Unternehmen noch „gut", zum Jahresende 2011 nur noch in rund einem Drittel. Leicht gestiegen ist auch die Zahl der Betriebe, die von einer schlechten Auftragslage sprechen. Die Zahl der Firmen mit einer „guten" Auftragslage hat sich nun schon seit drei Quartalen kontinuierlich verringert.

 

Tiefpunkt der Konjunktur bald erreicht
Rückgänge gab es im Befragungszeitraum auch bei der Auslastung der Produktionskapazität. Von einer steigenden Auslastung sprechen nur noch drei Prozent der Befragten. Im Vergleich dazu verzeichnete im 3. Quartal 2011 noch ein Drittel der Unternehmen eine steigende Auslastung. Der Anteil der Industriebetriebe mit sinkender Auslastung ist geringfügig von 33 auf 37 Prozent gestiegen. Diese Faktoren wirken sich auch auf den Beschäftigtenstand aus: Nur noch acht Prozent der befragten Unternehmen gehen von steigenden Mitarbeiterzahlen aus. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass für das 1. Quartal 2012 der Tiefpunkt der konjunkturellen Schwächephase erwartet wird. IV-Salzburg Geschäftsführerin Mag. Irene Schulte fordert die Verantwortlichen in der Politik angesichts der konjunkturellen Entwicklung auf, „konstruktiv zu arbeiten statt polemisch die Unternehmer als Melkkühe missbrauchen zu wollen. Jetzt ist die falsche Zeit, um mit neuen Steuern den Standort zu schwächen und Arbeitsplätze zu vernichten. Sonst werden sich die vorsichtigen optimistischen Erwartungen der Industrie wohl kaum bewahrheiten und auch der Sommer wirtschaftlich kalt ausfallen."

 

Optimistischer Blick in die Zukunft
Optimismus ist in der Industrie trotz der momentan schwierigen Lage durchaus zu erkennen. Die Geschäftslage in sechs Monaten wird von einem Drittel der Befragten als „günstiger" eingeschätzt. Im 3. Quartal 2011 war nur nur ein Viertel der Industriellen so zuversichtlich. Als „ungünstiger" bezeichnen nur 8 Prozent die Geschäftslage in einem halben Jahr. Nach der konjunkturellen Abkühlung im Winter und Frühjahr könnte die Industrie also schon in den Sommermonaten wieder sonnigeren Zeiten entgegen gehen. Dazu ist es allerdings notwendig, dass nicht nur die Industrie optimistisch und zukunftsorientiert handelt, sondern auch die Verantwortungsträger in der Politik sich ein Beispiel daran nehmen.

 

Zur Befragung: Für die Konjunkturumfrage zum 4. Quartal 2011 wurden 39 Firmen mit 27.701 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befragt.


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Der Tiefpunkt der konjunkturellen Schwächephase sollte im Frühjahr erreicht sein.
Der Tiefpunkt der konjunkturellen Schwächephase sollte im Frühjahr erreicht sein.


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