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[ 19.09.2008 ]

Erfolgreich durch Europa

Die Europäische Union gibt immer wieder Anlass für Diskussionen – und das ist gut so! Denn vieles in der EU lässt sich besser machen und weiterentwickeln. Klar ist aber auch: Zu Europa gibt es keine Alternative.

Würde Österreich tatsächlich - wie von manchen gefordert - aus der EU austreten, hätte das sehr negative Folgen für unser Land. Beispiele dafür:

 

Lange und teure Grenzwartezeiten

Ohne EU-Mitgliedschaft bräuchten die Salzburgerinnen und Salzburger bei der Fahrt nach Freilassing an der Grenze wieder einen Pass. Das bringt teure Wartezeiten. Weil Österreich als Nicht-EU-Mitglied auch nicht Schengen-Mitglied wäre, würden die Österreicher besonders streng kontrolliert werden müssen.

 

Keine Mitbestimmung

Als Nicht-EU-Mitglied müsste Österreich ständig als Bittsteller in Brüssel antreten. Unser Land müsste sich an EU-Normen orientieren, an dessen Zustandekommen es aber gar nicht beteiligt war.

 

Mehr Transit

Als Nicht-EU-Mitglied müsste sich Österreich Zoll-Zugeständnisse der EU mit einer niedrigeren LKW-Maut „erkaufen". Projekte, die der Reduktion des Transitaufkommens dienen, müssten ganz ohne die EU finanziert werden.

 

Weniger Löhne und Arbeitsplätze

Österreichs Export-Betriebe wären ohne EU-Mitgliedschaft gegenüber ihren EU-Konkurrenten durch Zölle und Ursprungszertifikate stark benachteiligt. Dies hätte auch drastische Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Weil die Unternehmen nur mehr durch erhebliche Preisreduktionen wettbewerbsfähig sein könnten, müssten in der Folge die Löhne und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sinken. Viele österreichische Unternehmen würden ins EU-Ausland abwandern.

 

Weniger Bildung und Forschung

Als Nicht-EU-Mitglied stünden Österreich nicht mehr die attraktiven ERASMUS-Stipendien für Studierende offen - bisher haben über 50.000 Österreicherinnen und Österreicher von internationaler Bildung profitiert. Auch die Teilnahme an Forschungsprojekten bliebe Österreich verwehrt - das schadet Universitäten, Arbeitskräften und Unternehmen massiv.

 

Instabile Währung

Als Nicht-Euro-Land müssten die Österreicherinnen und Österreich bei Reisen in die Nachbarländer wieder Geld wechseln und Spesen bezahlen. Österreich wäre dann nicht mehr Teil des stabilen Euro-Raumes - und unsere Währung laufend in Gefahr, durch Spekulationsgeschäfte abgewertet zu werden.

 

Weniger Job- und Bildungschancen

Als Nicht-EU-Mitglied könnten die Österreicherinnen und Österreicher nicht mehr davon profitieren, dass sie im EU-Raum ohne Probleme arbeiten und interessante Ausbildungen absolvieren können.

 

Nachteile für Konsumenten

Für die Konsumentinnen und Konsumenten brächte der Austritt aus der EU schwere finanzielle Nachteile - keine Banküberweisungen in die EU zu Inlandskonditionen, keine niedrigeren Roaming-Gebühren beim Telefonieren, kein Schadenersatz beim Ausfall oder bei einer Verspätung bei Flugreisen und vieles mehr.

 

Tatsache ist: Die österreichische EU-Mitgliedschaft hat jedem Einzelnen und dem ganzen Land eine Vielzahl von Vorteilen gebracht. Diese Vorteile dürfen wir nicht auf´s Spiel setzen:

 

Mehr Arbeitsplätze in Österreich

Rund 100.000 Arbeitsplätze sind durch den EU-Beitritt und die EU-Erweiterung in Österreich entstanden. Rund 220.000 Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher wurden von ausländischen Unternehmen in unserem Land geschaffen. Die Beschäftigung in Österreich wird dank der europäischen Wirtschaftdynamik weiter steigen, zeigen die Prognosen.

 

Kostenvorteile für jeden Einzelnen

Die EU-Mitgliedschaft bringt direkte Kostenvorteile. Österreichs Konsumentinnen und Konsumenten konnten allein zwischen 1995 und 1999 1,1 Milliarden Euro durch mehr Wettbewerb und Liberalisierung sparen. Weiterhin mehr Wettbewerb ist auch die beste Langfrist-Strategie gegen die Teuerung. Ein anderes Beispiel: Wer in den Urlaub fährt, hat durch den Wegfall der Wechselkurse im EU-Raum keine finanziellen Verluste mehr.

 

Mehr Wohlstand für das Land

Österreichs EU-Mitgliedschaft nützt unserer gesamten Volkswirtschaft. Sie hat Österreich als Standort für Unternehmen deutlich attraktiver gemacht. Das ist die Basis für gute Jobs und sichere Zukunftsaussichten.

 

Die Fakten sprechen eine klare Sprache:

Nach 13 Jahren EU-Mitgliedschaft ist unser Bruttoinlandsprodukt etwa 1.800 Euro pro Kopf höher als ohne EU-Beitritt. Die österreichischen Exporte haben sich von 57 Mrd. Euro auf 160 Mrd. Euro fast verdreifacht. Rund 1.000 internationale Unternehmen haben sich in Österreich angesiedelt. Aus österreichischer Sicht ist daher klar: Wer aus dieser Erfolgsgeschichte austreten will, fügt dem Land und seinen Menschen Schaden zu. Europa ist die beste Zukunftsversicherung im Zeitalter der Globalisierung, die es für Österreich gibt. Deshalb ist es wichtig, die Europäische Union Schritt für Schritt und konstruktiv weiterzuentwickeln. Das gibt ganz Österreich mehr Sicherheit und Zukunft.





Unsere Zukunft ist Europa - Der Vorstand der Industriellenvereinigung Salzburg unterzeichnete ein Bekenntnis für Europa 



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