Marke als Versprechen

Wie gelingt es, Markenbotschaften in einem Film zu platzieren? Welche Ansprüche stellen die unterschiedlichen Plattformen? Und welche neuen technischen Hilfsmittel stehen dafür zur Verfügung? Darüber diskutierten die Salzburger Medienszene und Unternehmer unter anderem mit Stardesigner Gerald Kiska.
 

Freuten sich über einen spannenden Medien- und Technologie Roundtable: Produzent Hannes Schalle, Stardesigner Gerald Kiska, IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte, Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

70 Teilnehmer informierten sich am Mittwochabend im Businesscenter Grödig beim von der Industriellenvereinigung Salzburg mitveranstalteten Medien- und Technologie Roundtable über "The Future of Filmmaking", die Zukunft des Filmemachens. Die Keynote hielt Stardesigner Gerald Kiska.
"Was ist eine Marke? Wir bei Kiska haben eine einfache Erklärung: Bei uns ist Marke ein Versprechen", sagte Gerald Kiska. "Das war in früheren Zeiten ganz einfach, diese Versprechen im Radio, im Fernsehen, in den Printmedien an den Mann zu bringen. Der konnte erst überprüfen, ob das Versprechen hält, wenn er das Produkt gekauft hat. Diese Zeiten sind vorbei. Heute wird das Markenversprechen Tage, Wochen, Monate vor dem tatsächlichen Kauf überprüft. Ist es gelikt, wie ist es bewertet, was wird gepostet? Der Kauf kommt vielleicht gar nicht mehr zustande. Das ist ein Bedrohungsszenario für die einen, aber eine unglaubliche Chance für alle, die mit dem Halten des Versprechens kein Problem haben."
Impulse von Beatrix Skias (Kobza Integra) über Storytelling, Thomas Schweighofer (DOP) über Drohnen, Walter Frisch (FreshFX) über virtuelle Welten und Martin Reiher über Storytelling durch Audio zeigten, was in der Salzburger Filmszene steckt. Daniela Kinz von der Salzburg AG präsentierte mit dem neuen Imagefilm des Energieversorgers die Umsetzung im Unternehmen.
Salzburg sei nach Wien der wichtigste Filmstandort in Österreich, waren sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Hausherr Hannes M. Schalle (Moonlake Entertainment) einig. "Salzburg hat vieles richtig gemacht", sagte Produzent Hannes Schalle.
Haslauer blickte kurz auf das Jahr 2010 zurück: "Wie erreiche ich die richtige Zielgruppe? Das ist eine große Kunst. Beim Film ,Knight and Day' ist uns genau das gelungen. Wir haben 300.000 Euro eingesetzt, gut, die Story ist etwas flach, es ist ein unterhaltsames Filmchen. Aber als Cameron Diaz in einer Szene auf dem Balkon des Festspielhauses steht und die Festung und die Domkuppeln sieht, und sagt ,So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen', waren wir am Ziel. Das war unser Mehrwert."

Alle Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

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