Zehn Millionen Kilowattstunden

Bei der Zementherstellung dreht Leube an jeder Stellschraube, um Energie zu sparen. Welche das sind, stellte Geschäftsführer Rudolf Zrost dem Energie- und Umweltausschuss der IV Salzburg bei einem Werksbesuch vor.

Der Energie- und Umweltausschuss der IV Salzburg bei Leube in Grödig.

„Wir haben schon lange vor der Verpflichtung durch das Energieeffizienzgesetz entsprechende Maßnahmen gesetzt. Uns zu solchen Maßnahmen zu verpflichten, ist gar nicht notwendig. Wir nutzen jede Möglichkeit für Einsparungen“ sagte Rudolf Zrost, Geschäftsführer der Leube Gruppe und Vorsitzender des Ausschusses für Energie und Umwelt der IV Salzburg im Rahmen des Energie- und Umweltausschusses mit Werksführung im Zementwerk Leube.

Die Ausschussmitglieder erfuhren am Donnerstag, 24. November 2016, nach einer Führung auf den Wärmetauscherturm, welche Energieeffizienzmaßnahmen Leube seit 2009 umgesetzt hat. Das ist beispielsweise die 2010 erfolgte Erneuerung der Klinkerproduktion oder die Auskopplung von industrieller Abwärme im Kalkwerk in Golling, aber auch die laufende Verbesserung von Prozessen zur Senkung des Energieverbrauchs. Insgesamt konnten mit den Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich Zementherstellung 10.088.076 kWh pro Jahr eingespart werden.

Zrost stellte der Runde auch das neue Grundsatzpapier der Industriellenvereinigung vor, in welchem klar aufgezeigt wird, dass durch neue Wege mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erreicht werden kann: „Innovativ. Effizient. Nachhaltig. – Österreichs Industrie für Energie und Klima der Zukunft.“

Zu Beginn der Ausschusssitzung übergab der bisherige Vorsitzende, Wolfgang Schneider, seinen Ausschussvorsitz an IV-Salzburg-Ehrenpräsident Rudolf Zrost. Zrost leitet auch den Ausschuss für Ressourcen, Energie und Ökologie der Bundes-IV. Wolfgang Schneider übernimmt den neuen Ausschuss der IV-Salzburg, Digitale Zukunft. 

Im Anschluss referierten Othmar Glaeser, Abteilungsleiter Natur- und Umweltschutz, und Karin König, Referatsleiterin Naturschutzrecht und Förderwesen, über die für Unternehmen relevanten Änderungen in der diesjährigen Novelle des Naturschutzgesetzes. Im Detail diskutiert wurde die Anwendung des vereinfachten Verfahrens und die Vorschreibung von Ersatzleistungen, bzw. Ausgleichsmaßnahmen.

Wolfgang Schneider, Niederlassungsleiter Siemens Salzburg, berichtete kurz über die Initiative Vorzeigeregion Energie-Salzburg (Integrierter Wärmeplan Zentralraum Salzburg) und abschließend informierte Michael Fuchs, Experte Energiepolitik der Industriellenvereinigung, über aktuelle energie- und umweltpolitische Themen wie die Strompreiszone Deutschland-Österreich, die Novelle des Ökostromgesetzes und die Ergebnisse der internationalen Klimakonferenz in Marrakesch.

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