Stabiler Ausblick für Salzburgs Industrie

Bei der Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Salzburg zum 1. Quartal 2016 zeigen sich die heimischen Betriebe gedämpft optimistisch. IV-Salzburg-Präsident Rudolf Zrost: „Für mehr Investitionen, Wachstum und Arbeitsplätze ist ein umfassender Bürokratieabbau unumgänglich.“
 

Wirtschaftspolitik
Schweißer

 

Die Umfrage der IV Salzburg unter den Mitgliedsbetrieben ergibt zum 1. Quartal ein „Hold“ an der Konjunkturbörse, die Wirtschaft entwickelt sich weiter seitwärts. Die Salzburger Industrie beurteilt die Geschäftslage mit 79 Prozent überwiegend als „durchschnittlich“, nur noch zwei Prozent sehen die Geschäftslage „schlecht“. Ende des Vorjahres waren das noch acht Prozent. Allerdings sehen auch nur noch 19 Prozent die Geschäftslage „gut“, im 4. Quartal waren das noch 38 Prozent gewesen.

Verhalten positiv ist der Blick in die Zukunft: Die Auslastung bei der Produktion verbessert sich, die Geschäftslage in einem halben Jahr beurteilen 20 Prozent mit „günstiger“ und 74 Prozent mit „gleichbleibend“. Die Betriebe der Maschinen- und Metallwarenindustrie bewerten die Entwicklung tendenziell schwächer. In diesem Sektor haben die niedrigen Rohölpreise einen Investitionsstau ausgelöst. Insgesamt planen die Industrieunternehmen aber mit einem stabilen Stand an Beschäftigten in den nächsten drei Monaten.

Nach wie vor steht die heimische Industrie unter hohem Kostendruck. 26 Prozent kämpfen mit fallenden Verkaufspreisen. Damit in Verbindung fürchten 15 Prozent eine schlechter werdende Ertragssituation. Den heimischen Betrieben machen im internationalen Wettbewerb die Regulierungswut der Behörden und die hohen Abgaben zu schaffen.

Rudolf Zrost, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg, wünscht sich deutlich mehr Dynamik im Bemühen, den Industriestandort zu stärken. „Wir wollen eigentlich auf die Überholspur. Dabei müssen wir schon aufpassen, dass wir nicht den Anschluss auf der Kriechspur in der Eurozone verlieren“. Während sich in den anderen europäischen Ländern konjunkturelle Erholung einstellt, werden die heimischen Betriebe durch enorme Bürokratie belastet. Der sowohl von der Bundesregierung als auch von der Salzburger Landesregierung in Aussicht gestellte Bürokratieabbau sei unumgänglich, so Zrost. „Wenn sich bereits die Mehrheit der Bundesländer beim Finanzausgleich verrechnet, sagt das eigentlich alles über die komplizierten Strukturen in Österreich aus. Die heimischen Betriebe kämpfen sich durch einen immer dichter werdenden Gesetzesdschungel. Wenn wir mehr Investitionen, mehr Wachstum und mehr Jobs wollen, müssen wir unsere Betriebe von Bürokratie und Abgaben entlasten.“

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